Unter Beschlag –
Accessoires im
Zeichen des Pferdes
Lange bevor Luxus über Logos definiert wurde, entstand er aus Objekten mit einer klaren Funktion. Der Stall war eine der ursprünglichsten Werkstätten des Handwerks – ein Ort, an dem jeder Riemen, jede Schnalle, jede Naht und jeder Beschlag aus dem Anspruch an Präzision und Beständigkeit heraus entwickelt wurde. Schönheit war kein Selbstzweck. Vielmehr war sie das Ergebnis einer Form, die ihrer Funktion folgte. In den großen Maisons verwandeln sich heute noch die einstigen Gebrauchsgegenstände in ikonische Accessoires.
Bis heute prägt die Sprache des Reitsports die Ästhetik zeitgenössischen Luxus. Das Horsebit wird zu skulpturalem Schmuck und ikonischer Hardware an Taschen und Schuhen, die Konstruktion des Sattels inspiriert die Architektur moderner Lederwaren, Zaumleder und handgesetzte Sattlerstiche stehen für kompromisslose Handwerkskunst. Für Maison Ë ist Erbe kein nostalgischer Rückblick, sondern ein lebendiges Designarchiv.
BURBERRY
Reittradition und britisches Heritage
Verwurzelt in der britischen Landkultur, übersetzt Burberry die Eleganz der Reitgarderobe in eine zeitgenössische Accessoire-Sprache. Zaumleder, polierte Metallbeschläge sowie klar konstruierte und von der Satteltasche inspirierte Satchels entfalten eine Formensprache, die das gestalterische Erbe des Hauses tief in der englischen Countryside verankern.
HERMÈS
Der Ursprung des Codes
Keine Maison ist so eng mit dem Handwerk rund um den Reitsport verbunden wie Hermès. Seit der Gründung als Sattlerei im Jahr 1837 prägen Sattelkonstruktionen, handgesetzte Sattlerstiche, Zaumleder und fein gearbeitete Metallbeschläge die gestalterische DNA des Hauses.
CHLOÉ
Zeitgenössische Romantik im Zeichen des Equestrianismus
Chloé interpretiert den Reitsport nicht wörtlich, sondern destilliert dessen gestalterische Essenz. Weiches Leder, von Zaumzeug und Geschirr inspirierte Details, gerundete Sattelsilhouetten sowie präzise Handwerkskunst übersetzen die Codes in eine zeitgenössische Formensprache. Unter Chemena Kamali gewinnen sie eine neue Leichtigkeit – bohème, mühelos und entschieden modern.
DIOR
Vom Sattel zum Designobjekt
Die Saddle Bag von Dior zählt bis heute zu den einflussreichsten Neuinterpretationen des Reitsports in der Mode. Mit ihrer geschwungenen Silhouette, der asymmetrischen Überschlagklappe und von Steigbügeln inspirierter Hardware überträgt sie die Architektur des Sattels in ein zeitgenössisches Accessoire, neuinterpretiert durch Jonathan Anderson.
Was einst als funktionales Element an einem Zaumzeug begann, wurde zum Markenzeichen des Hauses Gucci.
GUCCI
Das Horsebit als Ikone
Kaum ein Detail aus dem Reitsport besitzt einen vergleichbaren ikonischen Status wie das Horsebit. Was als funktionaler Beschlag einer Trense begann, wurde zur Signatur des Hauses Gucci. Von den legendären Loafern bis zu skulpturalen Handtaschen übersetzt Gucci den einstigen Beschlag bis heute – nun auch unter der kreativen Leitung von Demna Gvasalia – in eine zeitlose Formensprache.
CELINE
Die Evolution des Minimalismus
Michael Riders übersetzt bei Celine die Codes des Reitsports in eine zeitgenössische Sprache des Minimalismus. Von Zaumzeug inspirierte Hardware, präzise Lederkonstruktionen und subtile Sattelreferenzen veranschaulichen, wie traditionelles Savoir-faire durch Reduktion und moderne Klarheit eine neue Ausdruckskraft entfaltet. Subtile Referenzen an das Sulky-Motiv der 1970er-Jahre verdichten diese Erzählung zu einer Chiffre von Bewegung und Eleganz. Zwischen Dynamik und Raffinesse entstehen Accessoires, in denen der Reitsport nicht zitiert, sondern neu codiert wird.