Die Renaissance
einer Grand Dame
Manche Orte sind mehr als nur Reiseziele – sie sind Dialoge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die leise durch die Zeit gesprochen werden. Das Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden ist einer davon. Seit 1872 steht es an der Lichtentaler Allee, umrahmt von alten Kastanienbäumen und begleitet vom sanften Rauschen des Oosbachs. Nach einer sorgfältigen Renovierung hat die Grande Dame von Baden-Baden nun ihre Türen wieder geöffnet – und präsentiert sich in neuem Glanz, ohne dabei ihre Seele verloren zu haben.
(Gastfreundschaft) Das Brenners Park-Hotel & Spa wurde 1872 vom Hofschneider Anton Alois Brenner gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt für alle, die das gute Leben in Baden-Baden suchten: Diplomat:innen, Aristokrat:innen, Schriftsteller:innen. Otto von Bismarck residierte hier, König Chulalongkorn von Siam brachte seinen gesamten Hofstaat mit, und Edward VII. schwärmte bei Spaziergängen entlang der Allee von der „Magie des Hauses”. Später kamen Künstler:innen hinzu – Theodor Fontane schrieb hier, und Frank Sinatra bezeichnete es als „das eleganteste Wohnzimmer Europas”. 1962 zogen sich Konrad Adenauer und Charles de Gaulle hinter verschlossenen Türen zurück, um ihren Plan für ein neues Europa zu entwerfen.
1923 ging das Hotel in den Besitz von Rudolf August Oetker über. Unter seiner Führung wurde das Brenners zur Seele der „Oetker Hotels“: einer Familie legendärer Hoteliers die weniger auf Prunk als auf Persönlichkeit setzen. Vom Bristol in Paris bis zum Eden Roc an der Côte d’Azur verbindet sie ein Ideal – Schönheit im Einklang mit Wahrhaftigkeit.
Frank Sinatra nannte es –
„das eleganteste Wohnzimmer Europas“.
Luxus im Bewusstsein
Nach mehr als 150 Jahren beschloss die „Familie”, das Stammhaus in Baden Baden zu renovieren – nicht als radikalen Eingriff, sondern als subtile Weiterentwicklung. Diese Aufgabe wurde Bergit Gräfin Douglas, Tochter von Rudolf August Oetker, Innenarchitektin und Mitbegründerin von MM Design, anvertraut. Ihr unverkennbarer Stil prägt seit langem das Hotel – von der Villa Stéphanie bis zu den privaten Salons.
Nun hat sie ein Interieur geschaffen, das die DNA des Brenners bewahrt und gleichzeitig eine neue Leichtigkeit ausstrahlt. „Das Brenners sollte kein Museum werden, sondern ein Haus, das atmet – mit der Vergangenheit im Rücken und der Gegenwart im Blick“, sagt sie.
79 Zimmer und Suiten wurden neu gestaltet: Historische Decken wurden freigelegt, Parkettböden restauriert und Stoffe von Colefax & Fowler sowie handbemalte Tapeten von de Gournay ausgewählt. Sanfte Farben, schillernde Texturen, Licht, das über Marmoroberflächen gleitet – jedes Detail folgt der Logik der Ruhe. Nichts wirkt inszeniert, alles ist von natürlicher Schönheit.
Auch technisch hat die Grande Dame unauffällig den Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft: Nachhaltige Materialien treffen auf energiesparende Systeme. Luxus bedeutet hier Bewusstsein, nicht Überfluss. In der benachbarten Villa Stéphanie verschmelzen ein hoteleigenes Spa, medizinisches Fachwissen und Wellnesskultur – ein Ort der Regeneration, der dieselbe Haltung widerspiegelt wie das Hotel: Schönheit als Gleichgewicht von Körper, Geist und Raum.
Hotelchef Stephan Bösch nennt das Ergebnis „einen Dialog zwischen gestern und heute“, und wer durch die Salons schlendert, versteht sofort, was er meint. Hier spürt man den Puls der Geschichte – und gleichzeitig eine neue Ruhe und Eleganz.
Zeitlose Eleganz kehrt zurück
Vielleicht ist dies das Geheimnis des neuen Brenners: die Leichtigkeit, mit der Gegensätze vereint werden. Hier trifft Geschichte auf Gegenwart, Disziplin auf Leichtigkeit und Familientradition auf weibliche Intuition. Anstatt dem Hotel etwas wegzunehmen, hat Bergit Gräfin Douglas ihm ein unschätzbares Element zurückgegeben: zeitlose Eleganz. Im Jahr 2025 kehrt das Brenners Park-Hotel & Spa zu seinem ursprünglichen Ideal zurück – einem Ort, an dem sich das Leben in seinen schönsten Formen entfaltet. Wo Weltgeschichte neu geschrieben wurde – inmitten von Parklichtern, edlem Porzellan und einem Glas Champagner auf der Terrasse, auf der Frank Sinatra einst saß und sagte: „Wo auch immer Sie hingehen – das Brenners ist das Beste.“