Chefs Know Best
Quique Dacostas Dénia

Culinary and Pleasure

Wenn es darum geht, eine Stadt durch ihre Küche zu erleben, wissen lokale Köch:innen am besten Bescheid. Deshalb greifen wir regelmäßig auf die Adressbücher einiger der renommiertesten Köch:innen der Welt zurück, um Sie fachkundig durch die kulinarische Szene ihrer Stadt, ihres Viertels oder ihrer Region zu führen.

Quique
Dacosta

Mit drei Michelin-Sternen und unzähligen Auszeichnungen ist Quique Dacosta, nicht nur ein autodidaktischer Koch, sondern auch einer der angesehensten Persönlichkeiten der zeitgenössischen spanischen Küche, der für seine eigenwilligen Interpretationen des mediterranen kulinarischen Savoir-faire gefeiert wird. Avantgardistisch und stilvoll, dabei aber fest in der Tradition verwurzelt, zollen Dacostas revolutionäre Menüs der Crème de la Crème mediterraner Produkte Tribut. Sein Hauptanliegen ist es, durch Geschmack intensive Emotionen zu wecken. Dacosta ist ebenfalls ein anerkannter Botschafter von „Action Against Hunger“ – einer Initiative, die sich unermüdlich dafür einsetzt, so viele Fachleute aus dem Gastgewerbe wie möglich für den Kampf gegen Unterernährung zu gewinnen.

 

 

  • TRADITIONELLCasa Rioja
    Pont Sec
  • MODERNE KÜCHEAusiàs
  • GEBÄCKPaco Torreblanca
  • DRINKSBodega Casa Benjamín

MAISON Ë Welche Restaurants zelebrieren das reiche kulinarische Erbe und die lokalen Traditionen von Dénia?

QUIQUE DACOSTA Es gibt verschiedene Arten von Restaurants und Lokalen, die man besuchen sollte, um die Essenz der valencianischen Gemeinschaft wirklich zu erleben. Zum Beispiel bietet das Casa Rioja, nur 20 Minuten von Valencia entfernt, die beste Paella Valenciana, die auf traditionelle Weise über einem Holzfeuer zubereitet wird. Hier hat der Besitzer Vicente auch seinen eigenen Gemüsegarten angelegt, der das Restaurant mit frischen Produkten versorgt. Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist Pont Sec. Ein bescheidenes Restaurant mit traditioneller Ausrichtung, in dem man unbedingt die Cocas probieren sollte – eines der typischsten Gerichte unserer Region. Pep Romany hat es geschafft, mit seinem Teig eine echte kulinarische Revolution auszulösen.

M. Ë Und was die moderne Küche angeht, welche kulinarischen Projekte mit einzigartigen Geschmackserlebnissen sollte man in Dénia auf keinen Fall verpassen?

Q. D. Meine neueste Entdeckung ist Ausiàs, ein Restaurant in Pedreguer, das von einem sehr jungen Paar geführt wird, das mit großer Begeisterung und Leidenschaft ein spannendes Konzept umsetzt, das tief mit der lokalen Region und ihren Produkten verbunden ist.

M. Ë Wo gibt es gute frische Desserts?

Q. D. Ganz in unserer Nähe, in Elche, haben wir den besten Konditor der Welt. Die Werkstatt von Paco Torreblanca ist der perfekte Ort, um Panettones, Turrones und Schokoladen von außergewöhnlicher Qualität zu probieren. Außerdem gibt es in der Werkstatt selbst, die wirklich spektakulär ist, eine kleine Boutique. Ich kann einen Besuch dort jedem, der nach Valencia kommt, wärmstens empfehlen.

M. Ë Haben Sie besondere Empfehlungen für Weinliebhaber:innen?

Q. D. Die Bodega Casa Benjamín ist eine Kultstätte in Dénia. Sie hat ihren Namen von einem alten Haus, das einst für Wermut und Muscheln bekannt war. Der Besitzer hat das Konzept neu interpretiert und einen Ort geschaffen, an dem die Gäste gegrillten Fisch und Fleisch, hochwertige eingemachte Lebensmittel und eine ausgezeichnete Weinkarte genießen können.

M. Ë Ihr Buch „Quique Dacosta – Universes, Five Hits, Historical Significance of Quique Dacosta” markiert einen neuen Abschnitt in Ihrem Leben. Erzählen Sie uns mehr darüber.

Q. D. Es ist eine Zusammenstellung aus sechs Jahren unserer Arbeit und so etwas wie unser Vermächtnis. Es enthält zwar nicht alle Rezepte, die in dieser Zeit entstanden sind, aber einen bedeutenden Teil davon. Unsere Absicht war es, die verschiedenen bahnbrechenden Bewegungen und Forschungslinien zu dokumentieren, die im Quique Dacosta Restaurante entwickelt wurden, von der Küche der Landschaften bis hin zu kunstinspirierten Kreationen. Indem wir diese sechs Jahre in einen Kontext stellten, konnten wir nicht nur diese Zeit analysieren, sondern sie auch hinter uns lassen und weitermachen, um unseren eigenen, sich ständig weiterentwickelnden Weg des Kochens zu verfolgen.

 

Gold, Schwarz und Violett.
Text
Eleftheria Vasiliadi
Fotografie
Papo Waisman

PR
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