Paris Fashion Week
Herbst/Winter 2026
Die Essenz

Fashion and Beauty

Die Paris Fashion Week Herbst/Winter 2026 wirkt wie ein Echo der Gegenwart. Eine Saison zwischen Natur, Humanität, Identität und gelebter Realität – ein Resonanzraum des Hier und Jetzt. Maison Ë hat die wichtigsten Positionen herausgefiltert.

Dior

Bei Jonathan Andersons Dior wird der Spaziergang durch den Park zur Performance. Er entfaltet sich wie eine leise Choreografie des Alltags – ein Moment, in dem Gedanken treiben dürfen und Bewegung zur Geste wird. Kleidung begleitet diesen Zustand nicht als bloße Hülle, vielmehr ist sie Teil eines fortlaufenden Ideenflusses.

Louis
Vuitton

Für Nicolas Ghesquière ist die Natur die größte Designerin. Landschaften formen die Architektur seiner Kleidung, deren Silhouetten aus Wind, Regen und Sonne entstehen. Flora und Fauna hinterlassen ihre Spuren auf den gewählten Materialien. So entsteht eine Garderobe, die nicht losgelöst von ihrer Umgebung existiert, sondern mit ihr kooperiert.

Hermès

Bei Hermès beginnt alles in der Dämmerung – jener flüchtigen Stunde zwischen Nacht und Tag, in der sich die Wahrnehmung verschiebt und die Sinne schärfer werden. Der moosbedeckte Laufsteg, getaucht in ein an James Turrell erinnerndes Licht, wirkt wie ein einsamer Pfad entlang von Klippen oder durch eine beeindruckende Berglandschaft. Auch hier ist Mode Teil der Landschaft – ruhig, geerdet und im Einklang mit der Natur.

Stella
McCartney

Eine Hommage an die Freiheit prägt die Show von Stella McCartney im Le Grand Manège Jean Caucanas. Schwarze und weiße Pferde bewegen sich durch den Raum und verleihen der Inszenierung eine subtile Kraft – als lebendiges Symbol für Ungebundenheit und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier.

Miu Miu

Diese Kollektion handelt von Achtsamkeit, Sinnlichkeit und der poetischen Stärke des Selbst: Bei Miu Miu richtet Miuccia Prada den Fokus auf den menschlichen Körper – seine Nähe, Intimität und Selbstbestimmung. In einer wilden Waldlandschaft innerhalb des Palais d’Iéna bewegen sich Models durch einen Raum, der ihre Individualität, ihre Körper und ihre Gedanken betont.

Chloé

Chemena Kamali inszenierte für Chloé eine Hommage an die Menschlichkeit, die Empathie und die Gemeinschaft. Inspiriert von traditionellen Trachten wird Kleidung hier zum Träger gemeinsamer Erinnerungen, gelebter Geschichten und geteilter Werte.

Chanel

Eine Modewelt im ständigen Wandel: In der Nave des Grand Palais inszeniert Matthieu Blazy für Chanel ein faszinierendes Konstruktions-Set und greift dabei Gabrielle Chanels Idee auf, das Funktionale zur High Fashion zu erheben. Zwischen Funktionalität und Fantasie entstand eine Kollektion, die zeigt, wie Mode Grenzen verschiebt: handwerklich durchdacht, ästhetisch aufregend und immer mit einem Augenzwinkern für das Unerwartete.

Celine

„Real Life Luxury“ bestimmt die Vision von Celine unter Creative Director Michael Rider. Ein minimalistisches Set und ein kraftvolles Sound-System bilden die Kulisse für eine Kollektion, die die Verbindung zwischen innerem Selbst und äußerer Erscheinung thematisiert. Mode ist hier luxuriös im Sinne des Authentischen und Greifbaren.

Givenchy

Die Frage, wie wir uns in der Welt, in der wir leben, immer wieder neu formieren, zieht sich wie ein roter Faden durch die Kreationen von Sarah Burton für Givenchy. Zwischen präzisem Tailoring und fließenden Drapierungen entfaltet sich ein Spiegel moderner Weiblichkeit. Die Kollektion vereint Struktur und Leichtigkeit sowie Stärke und Anmut und macht sichtbar, wie Kleidung Identität formen und Ausdruck verleihen kann.

Text
Astrid Doil
Fotografie
All images courtesy of the brands.
DIOR FINALE © ADRIEN DIRAND
(Alle anzeigen)
Meine Liste
Read (0)
Watch (0)
Listen (0)
Keine Stories