Not A Hotel
Japans neuer Luxus des Teilens

Places and Spaces

Japan mag zwar die weltweit raffinierteste Gastfreundschaft bieten, dennoch wird dieses Land, das von einzigartigen kulturellen Traditionen durchdrungen ist, im Ausland bis heute vor allem als Urlaubsziel wahrgenommen. Ein neues Konzept, NOT A HOTEL, verhilft einer internationalen Klientel zu einer dauerhafteren Lebensweise im Land der aufgehenden Sonne und definiert dabei den Begriff des Zweitwohnsitzes neu.

Entworfen vom renommierten dänischen Architekten Bjarke Ingels, ist „Setouchi“, ein perfekter Rückzugsort auf einer Halbinsel, an dem japanische Traditionen lebendig werden.

(Traumhäuser) Das in Tokio ansässige Start-up-Unternehmen bietet erstklassige Residenzen, entworfen von den bekanntesten Designer:innen der Welt, und verwischt dabei die Grenzen zwischen Zuhause und High-End-Hospitality. Von einem abgeschiedenen Rückzugsort auf einer Halbinsel, die vom dänischen Meisterarchitekten Bjarke Ingels entwickelt wurde, bis hin zu einer weitläufigen Villa mit Glasfassade, die dem Skizzenbuch des legendären japanischen Kreativdirektors Nigo entstammt – jede NOT A HOTEL-Residenz ist ein meisterhaft gestaltetes Domizil, mit dem Service eines erstklassigen Hotels. Die expandierende Brand ist die Idee von Shinji Hamauzu, einem erfolgreichen Tech-Entrepreneur, der das Unternehmen im Jahr 2020 gründete. Gemeinsam mit führenden japanischen Designgrößen wie Sou Fujimoto, Suppose Design Office und GENERAL DESIGN als erste Mitwirkende wurde ein Geschäftsmodell entwickelt, bei dem die Objekte als Rendering auf dem Bildschirm erstellt werden, bevor die Interessenten sie anhand des Plans kaufen. Erst wenn alle Anteile verkauft sind, beginnen die Bauarbeiten. „Aus geschäftlicher Sicht ist dieses Modell sehr gut, denn wenn sich ein Projekt nicht verkauft, muss man es auch nicht bauen“, erklärt W. David Marx, Global Communications Director des Unternehmens. „Bis jetzt wurde jedoch noch kein einziges Projekt abgesagt. Jedes einzelne ist ausverkauft.“

NOT A HOTEL basiert auf einem einzigartigen Miteigentumsmodell, bei dem die Käufer:innen einen 1/12-Anteil an einer Residenz erwerben. Damit stehen ihnen 30 Nächte pro Jahr zur Verfügung. Diese flexible Struktur ermöglicht es den Eigentümer:innen, über eine eigene App Aufenthalte mit anderen Teileigentümer:innen auszutauschen. Wer zum Beispiel über einen 1/12-Anteil in das von Bjarke Ingels entworfene Refugium in der Küstenregion von Setouchi verfügt, sichert sich einen Monat in einem Haus oder die Option, alle drei Villen der Anlage für zehn Tage zu buchen. Das System ermöglicht es den Hausbesitzer:innen auch, ihre Aufenthalte untereinander zu tauschen – so wird das wachsende Portfolio der Marke für alle Kund:innen mit einem einfachen Klick oder einem Swipe auf der App verfügbar.

Auf einem Hügel thronend, bietet „Masterpiece“ von Suppose Design Office in Nasu eine atemberaubende Aussicht sowie eine nahtlose Verbindung zur Natur.

Während sich mehrere NOT A HOTEL-Residenzen noch in der Entwicklung befinden, sind viele Vorzeigeobjekte bereits fertiggestellt und vollständig ausgelastet. Jede Immobilie hat dabei eine eigene architektonische Vision: In Miyazaki hat Shin Ohori von GENERAL DESIGN eine Reihe von Strandvillen mit Infinity-Pools und weitläufigen Terrassen zum Meer hin entworfen, die minimalistisches Design mit weitläufigen Küstenaussichten verbinden.

In den Bergen von Kitakaruizawa entstand das Projekt „Base“ von Yosuke Aizawa, dem visionären Modedesigner und Gründer von White Mountaineering, das die Form einer modernen Berghütte hat. Gleichzeitig taucht „Irori“, ein gläsener Rückzugsort mit acht Schlafzimmern, in die umliegende Waldlandschaft des ländlichen, verschneiten Kitakaruizawa ein. Weiter nördlich in Tochigi integriert das „Nasu“- Anwesen von Suppose Design Office verwitterten Cortenstahl mit einer Panoramaverglasung und Annehmlichkeiten wie einem Infinity-Pool, einer Sauna und einem natürlichen Onsen-Bad – eine nahtlose Verschmelzung von zeitgenössischer Architektur und Japans reicher Badekultur. Auf der Insel Ishigaki in Okinawa verfolgt das von Sou Fujimoto Architects entworfene „Earth“ mit seiner runden Form und dem wellenförmigen grünen Dach einen organischen Ansatz und verschmilzt damit mit der tropischen Landschaft der Insel. Heuer im August soll eröffnet werden.

„Earth“, in Ishigaki gelegen und entworfen von Sou Fujimoto, kann als das Flaggschiff von NOT A HOTEL betrachtet werden.

NOT A HOTEL verfügt über ein 30-köpfiges, internes Architektenteam
mit einem meisterhaften Fokus auf japanischen Minimalismus.

Eingebettet in die Wälder von Kitakaruizawa ist „Irori“ – aus Glas und Holz gefertigt – der perfekte Ort, um im Einklang mit der Natur zu leben.
„The Nigo House“ in Chiba/Tokio, entworfen vom berühmten japanischen Designer und Unternehmer Nigo.

 

Das bisher ehrgeizigste Projekt der Marke nimmt in Futtsu, in der Präfektur Chiba, in der Bucht von Tokio Gestalt an, ein Rückzugsort auf einer Klippe, der von Tomoaki „Nigo“ Nagao gestaltet wurde. Der Designer, der im Februar zusammen mit Pharrell Williams eine Beteiligung an dem Unternehmen erwarb, hat mit dem internen Team von NOT A HOTEL an dem wegweisenden Projekt gearbeitet. Die Zimmer mit hohen Decken eröffnen den uneingeschränkten Blick auf die Bucht von Tokio und den Berg Fuji. Die Immobilie vereint auf harmonische Weise minimalistische Architektur mit einer ausgeprägten japanischen Ästhetik – und verfügt über einen privaten Hörraum, einen traditionellen Teeraum und einen Infinity-Pool, der in den Horizont ragt. Auch dieses Objekt ist eine natürliche Weiterentwicklung des Konzepts der Marke: Residenzen, die mit einer klaren architektonischen Vision entworfen und auf höchstem Niveau betreut werden.

Mit der Expansion und dem Zustrom von Investitionen wächst die Attraktivität der japanischen Brand für hochkarätige kreative Kooperationspartner:innen, die neue Perspektiven einbringen und dabei eine internationale Designsprache entwickeln. „NOT A HOTEL verfügt über ein 30-köpfiges, internes Architektenteam mit einem meisterhaften Fokus auf japanischen Minimalismus“, erklärt Marx. „Und jetzt holen wir uns internationale Talente wie Bjarke Ingels und Snøhetta aus Skandinavien, um dem Ganzen eine neue Richtung zu geben. Das Ergebnis ist ein Design, das zwar völlig neu ist, aber dennoch sofort verstanden wird.“

 

Dieses einzigartige Architekturwerk fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und wird durch die ikonische Skulptur von KAWS akzentuiert.
Text
Nolan Giles
Credits
NOT A HOTEL

Kenta Hasegawa
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