Chanels
neuer Crush
Fünfundzwanzig Jahre nach dem Debüt von Coco Mademoiselle präsentiert Chanel eine neue Interpretation seines gefeierten Duftes – und ein neues Gesicht, das ihn verkörpert. Mit Gracie Abrams als Botschafterin von Coco Mademoiselle Crush Absolu beginnt ein neues Kapitel, geprägt von Spontaneität und Leichtigkeit.
Es hat etwas Unerwartetes, wenn Chanel das Wort „Crush“ verwendet. Für ein Haus, dessen Kreationen so oft für Beständigkeit stehen, gehört dieser Begriff ganz dem Augenblick: Anziehung, Impuls, jener Moment, bevor sich die Vernunft einschaltet.
Auch Chanel beschreibt Coco Mademoiselle Crush Absolu mit klaren Worten: „eine magnetische Kraft, ein Impuls“ – ein Duft, der von Spontaneität und dem Unerwarteten lebt. Crush Absolu wurde 2026 von Chanel-Parfümeur Olivier Polge kreiert und setzt eine Duftgeschichte fort, die mit seinem Vater Jacques Polge und der Lancierung des originalen Coco Mademoiselle im Jahr 2001 begann. In Crush Absolu bleibt die charakteristische Identität von Coco Mademoiselle erhalten und zeigt sich zugleich von einer neuen Seite: Fruchtige Noten treffen auf eine holzige, ambrierte Tiefe.
DIE ANZIEHUNG
Ein Crush blüht plötzlich auf. Crush Absolu ebenso. Grapefruit und Litschi verleihen der Komposition eine lebendige Strahlkraft, gefolgt von der floralen Sinnlichkeit von Rose und Jasmin. Patchouli bringt holzige, ambrierte Tiefe ins Spiel, während Vetiver und Vanille weitere Facetten eröffnen. Dabei geht es weniger um den klassischen Verlauf von Kopf- über Herz- zu Basisnoten als um die Spannung zwischen den einzelnen Elementen. Frucht trifft auf Holz. Strahlkraft auf Tiefe. Rose und Jasmin auf Patchouli. Die unverkennbare Signatur von Coco Mademoiselle bleibt bestehen, doch die Komposition zeigt sich in einem neuen Licht.
Für Polge jedoch wird der Duft erst durch die Person vollendet, die ihn trägt. Er bezeichnet Crush Absolu als „eine Bekräftigung des eigenen Selbst“ und beschreibt damit eine Erfahrung, die erst beim Tragen entsteht. „Es geht nicht darum, sich anzupassen“, sagt er, „sondern darum, sich selbst zu zeigen, sich selbst zu überraschen.“ Ein Gedanke, der ganz selbstverständlich zu Coco Mademoiselle passt.
COCO, MADEMOISELLE
Coco Mademoiselle wurde 2001 lanciert und hat seither ein Eigenleben entwickelt – mit einer ganz eigenen, unverwechselbaren Persönlichkeit. Sie lebt von Gegensätzen: inspirierend und spontan, unabhängig und faszinierend. Frei und schwer zu fassen folgt sie ihrem Instinkt und widersetzt sich Konventionen. Statt Regeln zu befolgen, macht sie ihre eigenen.
Dabei gilt es zu unterscheiden: Gabrielle „Coco“ Chanel ist die historische Persönlichkeit am Ursprung des Hauses; Coco Mademoiselle hingegen ist der Duft und die Figur, die Chanel um ihn herum geschaffen hat. Was beide verbindet, sind die Werte, die im Zentrum der Linie stehen. Für Chanel verkörpert Coco Mademoiselle Gabrielle Chanels Vitalität und Freiheitsdrang; der ursprüngliche Duft ist längst zu einer Signatur des Hauses geworden.
Fünfundzwanzig Jahre später führt Crush Absolu diese Geschichte weiter und verleiht Coco Mademoiselle eine neue, unerwartete Facette. Die Verbindung zum Original bleibt spürbar, ohne es zu wiederholen.
GRACIE BETRITT DIE BÜHNE
Mit Crush Absolu bekommt Coco Mademoiselle auch ein neues Gesicht: Gracie Abrams, Grammy-nominierte Singer-Songwriterin und Chanel-Botschafterin. Die Verbindung zwischen Abrams und Gabrielle Chanel liegt dabei vor allem in ihrer Haltung. Das Haus verweist zwar auf äußere Ähnlichkeiten – etwa das dunkle, kurz geschnittene Haar – stellt jedoch Freiheit, Instinkt und das Vertrauen in die eigene Intuition in den Vordergrund.
Thomas du Pré de Saint Maur, Chanels Head of Global Creative Resources Fragrance and Beauty, beschreibt Abrams als eine Frau, die sich „ohne Künstlichkeit“ behauptet und von Freiheit und instinktiver Eleganz geprägt ist. Er spricht von ihrer Lebendigkeit und „ungezwungenen Raffinesse“ und beschreibt sie als jemanden, der dort auftaucht, wo man sie nicht erwartet – „immer in Bewegung, ihren eigenen Weg gehend“.
Abrams selbst zieht die Verbindung zu Gabrielle Chanel. „Ich liebe es, dass Coco jemand ist, der überall, wo sie auftaucht, Spuren hinterlässt“, sagt sie. Auch ihre Reaktion auf die neue Rolle als Gesicht von Coco Mademoiselle ist direkt: „Ich empfinde einen ungeheuren Stolz.“ Im Mittelpunkt steht für Chanel damit weniger die äußere Ähnlichkeit als eine gemeinsame Haltung – geprägt von Charakter, Instinkt und Freiheit.
WAS BLEIBT
Die Verbindung von Crush Absolu zu seinen Vorgängern zeigt sich nicht nur im Duft, sondern auch im Design. Der Flakon behält die unverkennbare Form von Coco Mademoiselle bei, erhält jedoch ein kontrastierendes Etikett und einen facettierten Verschluss – ein Design, das Chanel als radikal beschreibt.
Polges Worte bringen die Idee hinter dem Duft vielleicht am besten auf den Punkt. So präzise die Komposition auch sein mag, sie soll nicht vorgeben, wer die Frau ist, die sie trägt. Das Erlebnis, so Polge, ist persönlich; es geht nicht darum, sich anzupassen, sondern die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.
Vielleicht verdient Crush Absolu genau darin seinen Namen. Anziehung entsteht in einem Augenblick. Was folgt, ist etwas ganz Persönliches.